„Studenten an der Macht“ oder „Titel, Thesen, Tempos…für die Lachtränen“

„Offen im Denken“ so die Überschrift fürs neue bzw. angestrebte Image der UDE. Oder ist es bereits das Image der UDE und wird nur in den entsprechenden Claim gepackt? Na egal. Das ist Wurst, vielleicht sogar Ketwurst. Wie ich auf die komme? Abwarten. 

Passend zum „umfassenden Kommunikationsprozess“ (Zitat), den die UDE derzeit durchläuft, dringt von einer Seite ziemlich viel Chaos und Dummsinn nach außen. Vielleicht gilt auch hier: Schlechte Presse ist auch ne Presse. Die studentische Selbstverwaltung tritt sich selber ins Abseits und Wayne juckt das wirklich? Keinen. Es wird drüber berichtet (Artikel auf derWesten vom 5.8.2011), aber schon die Kommentare zeigen die Tragweite. Das sei halt so, das sei ja fast überall so.

Neulich an der Uni….Neues aus dem Parlament. Darüber hab ich mich ja schon letztes Jahr radiophon ausgelassen. Schön, wenn manches im Leben von großer Kontinuität zeugt. Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient. Jede Studierendenschaft bekommt das Stupa, das es verdient?!

Und so überweisen in diesen Tagen wieder viele ihren Semesterbeitrag fürs kommende Wintersemester, wovon auch diesmal 13 € an den AStA gehen. Hat er schon mal dieses Jahr bekommen. Macht zusammen bei knapp 31000 Studierenden über 800.000€

Letztes Jahr eine Wahl zum Stupa mit ein paar ungültigen Stimmzettel und nun weiteren Streit. Und sogar die Hochschulleitung zeigt sich besorgt. Nun ja, auf Nachfrage bei der UDE, ob man den Beitag für den AStA verweigern könnte, kam als Antwort:“die Grundlagen für die für alle Studierenden verpflichtenden Beiträge zur Studierendenschaft regelt nicht die UDE, sondern das NRW-Hochschulgesetz (§57): „Die Studierendenschaft erhebt von ihren Mitgliedern die unter Berücksichtigung ihrer sonstigen Einnahmen zur Erfüllung ihrer Aufgaben notwendigen Beiträge nach Maßgabe einer Beitragsordnung, die vom Studierendenparlament beschlossen wird.“ Die Beiträge werden von der Hochschule lediglich – und per Gesetz geregelt, „kostenfrei für die Studierendenschaft eingezogen.“

Jaja, schwierige Sache. Brauchen wir ein Stupa, einen AStA, eine studentische Selbstverwaltung? Natürlich ruft der eine oder andere empörte Leser entgegen. Nun denn, wenn es an sich eine wichtig und notwendige Sache ist, dann liegt es wie immer an den Menschen. Studenten jammern über zu wenig Bafög, über zu hohe Mieten, zu teure Kinokarten, aber zahlen einfach so 26€ im Jahr, ohne es zu hinterfragen. Wir haben es ja. Lesen womöglich den Waz-Artikel und denken sich:“Peinlich.“ Ja, genau wir schämen uns fremd und denken: Man müsste doch was tun? Und dann tun wir aber noch nix.

Naja, ich hab mir mal ein Bild davon gemacht, wer da uns im Stupa vertritt und worüber die so reden. Ein Vorwurf, den man in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit oft hörte, es herrsche gerade beim AStA zu wenig Transparenz. Das Stupa ist da ein wenig anders, das stellt gerne Protokolle zum Download bereit. Und sogar schon die Protokollentwürfe. Nun ja, die sind heute wieder verschwunden. Schade. Die Pflichtlektüre hat einiges davon schon in ihrer aktuellen Ausgabe verwendet. Vielleicht hat dies zu einer erhöhten Klickrate geführt. Aber das Netz vergisst ja nix.

Also so sah es im Downloadbereich noch am Mittwoch  aus.

So dann am Sonntag

Man muss sich da schon ein bisschen durchklicken. Vielleicht sind sie auch an eine andere Stelle gerutscht. Ich hab sie nicht mehr gefunden. Aber sind ja auch Entwürfe, wobei die fertigen Fassungen auch nicht zu finden sind. Nun denn…
4. Sitzung des Stupa (Januar 2011)
Diskussion wegen vermeintlich überhöhter Preise in der Uni-Gastronomie.

Patrick Viltuznik (LSD): Will im Protokoll wissen, dass Robin Wilharm ihm einem obszöne Geste gezeigt hat.
Robin Wilharm (Juso HSG): Erklärt daraufhin, dass Patrick Viltuzik zum wiederholten Male während
Vorträgen gegähnt hat.
Sascha Lücker (Juso HSG): Hat einen Apfel für 50 cent gekauft und findet das skandalös.

Essen ist sowieso sehr wichtig.

Patrick fragt wie es aussieht mit Döner in der Cafetaria
Jan Bauer hat selbst bereits angefragt, Ergebniss war dass es erst Kettwurst (Jan Bauer Anfrage), dann Döner (Patrick Anfrage).

Aha. Nostalgie in der Cafeteria. Brot und Spiele wäre ein passender Ausdruck. Denn…

Protokoll der 6. Sitzung aus dem März ist auch sehr interessant. Es geht im Vorfeld um so Banalitäten wie Auflösung des Stupa, Studierendenvollsammlung etc.
Gott sei Dank gibt es dann TOP 5 Berichte und Anfragen:

Charlotte bittet um Party Vorschläge.
Agnse kritisiert eine Party die mit Studiengeldern finanziert wird.
Robert Salzmann schlägt vor, eine Party auf der Vollversammlung der Studierendenschaft zu machen.
Sascha sagt, dass es am 20.04. auch eine Party vom Kulturreferat gibt, also eine Konkurenzveranstaltung.
Christoph Krieshammer, so lange die Finanzfrage nicht geklärt ist, ist er gegen eine Party.
Charlotte erklärt, dass wir noch nichts festes geplant haben, sondern erstmal über die Idee reden wollten.
Julian stellt klar dass der Termin am 20.04. noch nicht feststeht. Findet allerdings die Idee gut um die Studierendenschaft auf uns Aufmerksam zu machen. Was Mottos angeht, kann man dies auch politisch untermauern, schlägt dies aber für die nächste Legislatur vor.
Robert Salzmann sagt, dass er seinen ersten Vorschlag nicht ganz so ernst meinte. Er sagt, dass er bereits eine Anfrage gestellt hat, ob man nicht auch im Forum eine StuPa Sitzung draußen machen kann. Vielleicht kann man dies ja miteinander verbinden. Veranstaltung unter freien Himmel, Lautsprecher usw. um es transparent zu gestallten. Übrigends, Diversity Management plant auch eine ähnliche Veranstaltung. Ich schlage eine Art Open Air StuPa
vor.
Anna gibt zu bedenken, dass man ohne beschlossenen Haushalt keine Party veranstalten sollte.

LOL – Ja, der Haushalt. Irgendwie klappt das seit nem Jahr nicht. beim. Das liebe Geld. Unser Geld! Haushaltsentwürfe. Diskussionen. Zuständiges Personal scheint seine Hausaufgaben zu vernachlässigen Finanzplan? Ja, ist aber noch nicht abgesegnet. Was machen die da eigentlich?
Protokoll 6. Sitzung (März 2011)

Daniel Lukas fragt nach Anwesenden des Haushaltsausschuss. Keine Antwort.
Sascha Lücker sagt dass wir uns nicht getroffen haben weil nicht eingeladen wurde.
Robert fragt ob der Entwurf bereits besprochen wurde.
Sascha sagt, ja, das war auch sehr konstruktiv, aber seit dem haben wir uns nicht mehr getroffen, das war am 1.2.
Robert Salzmann fragt nochmal nach dem ersten Entwurf, dann müsste er doch in die zweite Lesung gegeben werden.
Sascha Lücker sagt, dass er es kritisch findet dass die Vorsitzende nicht da ist.
Robert Salzmann fragt das Präsidium warum wir noch nicht in der zweiten Lesung sind.
Präsidium (Charlotte Abelen und Christian Schluck) antworteten, dass uns nichts zugegangen ist.
Sascha hat gesehen, dass es ans Präsidium geschickt wurde. Es wird am Ende der Diskussion eine Pause vorgeschlagen für die Suche nach der E-Mail.
Felix Hesse fragt was für Empfehlungen zum Haushalt gestellt wurden?
Sascha Lücker sagt dass es nur um Kleinigkeiten ging, wie auf Sonderposten Fuhrpark.
Felix Hesse fragt, ob schon mal aufgefallen ist dass der Haushalt nach HWVO nicht ordnungsgemäß aufgestellt ist. Es ist schade das Boris Schön wieder weg ist aber er möchte
drauf hinweisen dass in einem Haushaltsentwurf auch der Ansatz der letzten Legislatur rein muss.
Julian Schulz fragt Sascha Lücker wie er es beurteil, ob der HA arbeitsfähig ist oder nicht.
Sascha Lücker antwortet dass er es auf der letzten Sitzung war.
Daniel Lukas fragt nach ob die vakante Stelle im HA nachbesetzt wurde.
Sascha Lücker beantwortet, dass es nicht so war, Charlotte dementiert das, weiß aber nicht genau wer nachbenannt wurde.
Der Haushaltsentwurf steht online, Sascha Lücker fragt ob wir den so besprechen wollen. Es gibt Anmerkungen, dass er nicht ans Präsidium eingereicht wurde, deswegen können wir ihn nicht besprechen.

Nix genaues weiß man nicht. Über den Haushalt wird noch diskutiert. Der Haushaltausschuss beschäft sich mit vielen Fragen. Bei der Flut an Fragezeichen muss man sich schon wundern und darf Antworten nicht unbedingt erwarten. (Protokollentwurf Sitzung Haushaltsausschuss 27.7.2011).

Die Hochschule hat sich eingeschaltet, es soll vermittelt werden. Jede Seite hat ihre eigene Wahrheit. Und natürlich sind das oben nur Protokollentwürfe.

Was also tun?
Stupa auflösen? Neues Stupa?. Tja, würde das was bringen? Wahrscheinlich stellen sich nur die wieder auf, die da sowieso schon seit Ewigkeiten tummeln, und viele von denen würden es dann wieder in den AStA schaffen (Dort gibts ja die Aufwandsentschädigungen!).

Manche Dinge sind einfach so. Und das Studenten während ihres Studiums sowas finanzieren, ist dann eben auch einfach mal so. Und dann sind alle nur genervt, wenn man darüber spricht. Weil es ja überall so ist. Und weil es schon immer so war. Schön, wenn man sich auf gewisse Konstanten im Leben verlassen kann. Also zahlen wir weiterhin Geld für Brot und Spiele. Aber sie kümmern sich ja auch…um sich selbst.
Eilantrag auf Einschränkung der Nutzung von Recyclingpapier im AStA

Und das ist nicht nur ein Schlag in die Fresse der Demokratie, wie es einer der Parlamentarier im Stupa formulierte (lest die Protokolle!), das ist ein Schlag gegen alle, die sich ehrenamtlich engagieren, die sich in den Gruppen und Initiativen Projekte ausdenken und Zeit reinstecken, und Nerven und Freude.

Lektüretipps
– Die Pflichtlektüre hat einen umfassenden Bericht veröffentlicht. (Ausgabe Juli)

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